Szenarioanalyse
Kurzzeit oder Langzeit? Die Entscheidungsregel
Wann lohnt es sich, eine langfristig vermietete Wohnung auf Kurzzeit umzustellen?
Kurzzeitvermietung erzielt einen höheren Bruttoertrag als eine Langzeitmiete; dafür kommen Leerstandsrisiko, Betriebsaufwand und Saisonschwankungen hinzu. Ob der Unterschied diesen Aufwand deckt, muss objektbezogen gerechnet werden.
| Zeitraum | Typische Auslastung | Preisverhalten |
|---|---|---|
| Juli – August (Hochsaison) | 85 % | Preis und Mindestaufenthalt steigen |
| April – Mai, September – Oktober | 72 % | Ausgewogener Preis, deutlicher Unterschied zwischen Werktag und Wochenende |
| Februar (Nebensaison) | 48 % | Anreize für lange Aufenthalte, Rabattregeln |
Die Auslastung schwankt im Jahresverlauf zwischen 48 % und 85 %. Nach dem Jahresdurchschnitt zu entscheiden, verdeckt die Wirkung der Nebensaison auf den Cashflow. Deshalb bewerten wir nach der monatlichen Verteilung, nicht nach dem Jahresmittel.
Was daraus folgt
- Die Entscheidungsregel: Liegt die Nettorendite der Kurzzeitvermietung nicht mindestens beim 1,5-Fachen der Langzeitmiete, rechnen sich der zusätzliche Zeitaufwand und das Risiko nicht.
- Wenn die Eigenverwaltung 8–10 Stunden pro Woche kostet und die Auslastung unter dem Gebietsdurchschnitt liegt, trägt sich eine Verwaltungsprovision in der Regel selbst.
- Wächst die Zahl aktiver Inserate in einem Gebiet um mehr als 30 % im Jahr, während der durchschnittliche Übernachtungspreis nicht mitzieht, nähert sich das Gebiet der Sättigung.
Quelle: PeraHomes-Ratgeber — Eignet sich meine Wohnung für Airbnb? und Warum eine Airbnb-Verwaltungsfirma nötig ist — Ratgeber lesen. Die Zahlen sind regionale Durchschnittswerte; eine einzelne Immobilie kann davon abweichen.
Wie fällt diese Rechnung bei Ihrer Immobilie aus?
Wir erstellen mit den Auslastungs- und Preisdaten Ihrer Gegend eine Einschätzung für Ihre Immobilie.